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Fasttage

Außer den Feiertagen gibt es noch Fasttage, an denen gearbeitet werden darf. Von Beginn der Morgenröte an wird gefastet, Bußgebete ("Selichot") werden gesprochen, aus der Tora wird morgens und nachmittags 2. Buch MOses 32,11-14, 34,1-10 vorgelesen, am Nachmittag als Prophetenlesung ("Haftara") Jes. 55,6-56,8 vorgelesen und in das Schmone Esre-Gebet wird der Abschnitt "Anenu" eingeschaltet.

Zom Gedalia

Mit diesem Fasttag am 3. Tischri wird an die Ermordung Gedalja ben Achikams im jahr 582 oder 581 vor christl. Zeitrechnung erinnert. Die Ereignisse werden im 2. Buch der Könige Kap. 25,22-26 und im Propheten Jeremia Kap. 41 beschrieben.

Asara beTewet

Der zehnte Tag im MOnat Tewet ist ein Fast- und Trauertag zur Erinnerung an den beginn der belagerung durch Nebukadnezar, König von Babylonien, im Jahr 586 vor christl. Zeitrechnung. Er legte einen Ring um Jerusalem, was letzlich zur Zerstörung des ersten Tempels und Babyloniens Eroberung des Königreichs Juda, sowie zur Verbanung des jüdischen Volkes führte. (Jer. 52,4; II Kön. 25,I; Talmud b R.H. 18B)

Das Fasten der Erstgeborenen

Das Fasten der Erstgeborenen ist die Verpflichtung eines jeden jüdischen Erstgeborenen (hebr. "bechor") am 14. Nissan, dem Tag vor Pessach, dem Fest zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten, zu fasten. Grund ist der Dank dafür, dass die israelitischen Erstgeborenen bei der zehnten Plage verschpnt blieben, als die Erstgeborenen der Ägypter starben.

Ta´anit Esther

Ta´anit Esther ( Esther-Fasten) ist ein Fasttag, welcher auf den 13. Adar fällt und auf den das Purimfest folgt.

Schiwa assar beTammus

Der 17. Tag im Monat Tammus wird zur Erinnerung an die, für das Schicksal des jüdischen Volkes katastrophale, Durchbrechung der mauern Jerusalems bei der Belagerung der Stadt durch Nebukadnezer 586 vor christl. Zeitrechnung als Trauer- und Fasttag begangen. Dies Ereignis fand nach Jer. 39,2 am 9. Tammus statt. Mit Rücksicht darauf aber, dass bei der zweitenZestörung durch Titus 70 nach christl. Zeitrechnung ein ähnliches Ereignis auf den 17. Tammus fiel, wurde dieser Tag als Trauertag bestimmt. Noch vier weitere für das jüdische Volk unglückliche Ereignisse fallen nach Ta´anit 4,6 auf den 17. Tammus:

- die Zebrechnung der Bundestafeln durch Moses

- die Einstellung des täglichen Opfers im Tempel kurz vor der zweiten Zestörung Jerusalems

- die Verbrennung der Torarollen durch Apostomus

- die Aufstellung eines Götzenbildes im Tempel

Die beiden letzten Ereignisse sind nach der Zeit und Gelegenheit nicht zweifelsfrei zu bestimmen. 

Mit dem 17. Tammus beginnen die drei Trauerwochen, die mit dem 9. Aw ("Tischa beAw") enden. Sie gelten der Trauer um die Zestörung Jerusalems, der verhängnisvollen Schicksalswende in der Geschichte des jüdischen Volkes. Während der drei Trauerwochen verbietet die Sitte zu heiraten, sich das Haar zu schneiden, ein neues Kleidungsstürkc anzuziehen u.s.w. Es ist üblich, in der Zeit vom 1. bis 9. Aw (Schabbat ausgenommen) auf den Genuss von Fleisch und Wein zu verzichten. 

Tischa beAw

Der 9. Aw (ungefähr Anfang August) ist ein Fast- und Trauertag, an dem nach der Tradition Jerussalem und der Erste Tempel fielen und Jahre dspäter auch der Zweite Tempel in Flammen aufging. Im Gottesdienst, der bei gedämpften Licht in einer völlig ungeschmückten Synagoge stattfindet, werden unter anderem Trauergesänge und Klagetexte (Hiob, Klagelieder, Teile von Jeremia) gelesen. Diese Gesänge werden in Moll gehalten, die Klagelieder des Jeremia werden auf niedrigen Schemeln oder auf den Stufen zum Toraschreibn sitzend gelesen. Es sollen, wie am Jom Kippur, keine Lederschuhe getragen werden, Tallit und Tefilin werden beim Morgengosstensdienst nicht angelegt. Aus der Tora wird vom 5. Buch Moses 4,24-40 vorgelesen und als Prophetenlesung Jer. 8,13-9,23.