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Die zehn Gebote

Da die Zählung und Einteilung der Textstellen der Zehn Gebote im Christentum gegenüber der jüdischen Tradition abweicht, seien sie hier nach dem hebräischen Urtext in der Übersetzung von Rabb. Dr. Bamberger zitiert:


„Gott sprach alle diese Worte also:

(1.) Ich bin der Ewige, dein Gott, der ich dich aus dem Lande Ägypten geführt habe, aus dem Hause der Sklaven.

(2.) Es seien dir keine anderen Götter vor meinem Angesichte. Mache dir kein behauenes Bild oder jegliche Gestalt von dem, was im Himmel oben, von dem, was auf der Erde unten, und von dem, was im Wasser unterhalb der Erde. Bücke dich nicht vor ihnen und diene ihnen nicht, denn ich bin der Ewige, dein Gott, ein eifervoller Gott, der die Schuld der Eltern ahndet an den Kindern, am dritten und am vierten Geschlecht, denen, die mich hassen. Und der Gnade erweist bis ins tausendste Geschlecht denen, die mich lieben und meine Gebote hüten.

(3.) Sprich nicht den Namen des Ewigen, deines Gottes, zum Vergeblichen aus, denn der Ewige lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen zum Vergeblichen ausspricht.

(4.) Gedenke des Sabbattages, ihn zu heiligen. Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk verrichten. Der siebente Tag ist Sabbat dem Ewigen, deinem Gott, zu ehren, verrichte keinerlei Arbeit, du, dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh und dein Fremder, der in deinen Toren. Denn in sechs Tagen hat der Ewige den Himmel und die Erde erschaffen, das Meer und alles was in ihnen, und ruhte am siebenten Tage, darum segnete der Ewige den Sabbattag und heiligte ihn.

(5.) Ehre deinen Vater und deine Mutter, dass deine Tage lang werden auf dem Erdreiche, das der ewige, dein Gott, dir gibt.

(6.) Morde nicht,

(7.) begehe keinen Ehebruch,

(8.) stiehl nicht,

(9.) sage gegen deinen Nächsten kein falsches Zeugnis aus.

(10.) Begehre nicht das Haus deines Nächsten, begehre nicht das Weib deines Nächsten, seinen Knecht, seinen Ochsen, seinen Esel und alles, was deinem Nächsten gehört.“


Moses Maimonides (geb. 1135 in Cordoba - verst. 1204 in Fostat bei Kairo, Grab in Tiberias), der bedeutendste jüdische Schriftgelehrte, Philosoph und Kodifikator des Mittelalters, fasste die jüdische Lehre in 13 Glaubensartikelzusammen, die als jüdisches Glaubensbekenntnis Eingang in die jüdischen Gebetbücher gefunden haben.